Berufsorientierung hautnah: SCHULEWIRTSCHAFT-Netzwerk auf Bildungsreise
Der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Wiesbaden-Rheingau-Taunus hat Ende April seine zweitägige Bildungsreise „Drei auf einen Streich“ veranstaltet. Eingeladen waren nicht nur die Mitglieder des regionalen Netzwerks, sondern bewusst auch weitere interessierte Gruppen aus dem hessischen SCHULEWIRTSCHAFT- und OloV-Umfeld. Mit an Bord des Reisebusses waren schließlich rund 20 Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, dem Staatlichen Schulamt und der Wirtschaft. Ziel der Reise war es, neue Impulse für die Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern zu gewinnen und den direkten Austausch zwischen Schule und Wirtschaft weiter zu stärken.
Erste Station war das Besucherbergwerk Merkers der K+S AG im westthüringischen Wartburgkreis. Das ehemalige Kalibergwerk zählt heute zu den bekanntesten Besucherbergwerken Deutschlands und vermittelt eindrucksvoll die Geschichte des Kalibergbaus sowie die Bedeutung von Rohstoffen wie Kali und Salz für zahlreiche Industrien und den Alltag. Während der Führung erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Arbeitswelt unter Tage und erfuhren, wie vielfältig die Berufsbilder in der Rohstoffindustrie sind. Bei K+S gehören dazu unter anderem Ausbildungsberufe wie Bergbautechnologe/-technologin, Chemikant/-in, Industriemechaniker/-in oder Elektroniker/-in für Betriebstechnik. Das Unternehmen zählt zu den bedeutendsten Rohstoffproduzenten Europas und beschäftigt weltweit mehrere tausend Mitarbeitende.
Am zweiten Tag stand der Besuch des Ausbildungszentrums von B. Braun in Melsungen auf dem Programm. Das international tätige Medizintechnologieunternehmen bildet dort Menschen in zahlreichen Berufen aus. Dazu zählen beispielsweise Industriemechaniker/-innen, Mechatroniker/-innen, Fachinformatiker/-innen oder Industriekaufleute. Die Gäste erhielten Einblicke in moderne Ausbildungsräume, Werkstätten und Lernkonzepte. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Unternehmen junge Menschen frühzeitig für Berufe begeistern und praxisnah auf die Arbeitswelt vorbereiten können. Der Austausch zeigte auch, wie wichtig Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen für eine gelingende Berufsorientierung sind.
Der ursprünglich geplante Besuch der Leica-Welt in Wetzlar musste kurzfristig entfallen. Aufgrund einer Vollsperrung der A7 konnte die Gruppe die letzte Station der Bildungsreise nicht rechtzeitig ansteuern. Der Besuch soll voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.
Die Bildungsreise machte deutlich, welchen Mehrwert direkte Einblicke in Unternehmen und Ausbildungsstätten bieten. Genau hier setzt das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT an: Es bringt Schulen und Unternehmen zusammen und unterstützt junge Menschen dabei, ihre beruflichen Perspektiven besser kennenzulernen.




